HiTh-Workshop 2017

Der zweite Workshop im Rahmen des Projekts „HiTh – Hochqualifiziert. International. Thüringen.“ fand am 06.07.2017 in Jena statt. Unter der Überschrift „Erkenntnisse zur Integration internationaler Studierender und Fachkräfte in Thüringen“ wurden die ersten Ergebnisse, die während der bisherigen Projektlaufzeit gesammelt werden konnten, den 41 Teilnehmern vorgestellt.

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten, nach einem kurzen Grußwort durch die Projektleitung in Person von Frau Prof. Dr. Silke Übelmesser (Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Herrn Prof. Dr. Sebastian Henn (Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, Friedrich-Schiller-Universität Jena) sowie Herrn Prof. Dr. Michael Behr vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie, zwei Vorträge externer Referenten um den allgemeinen wissenschaftlichen Erkenntnisstand darzulegen. Dr. Wido Geis vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. erörterte in seinem Vortrag „Fachkräftesicherung durch Zuwanderung über Hochschulen“ die besondere Rolle von Hochschulen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Herr Simon Morris-Lange vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration ergänzte diese Ausführungen in seinem anschließenden Vortrag mit einer detaillierteren Betrachtung zur Übergangsgestaltung vom Studium in den Arbeitsmarkt. 

Nach einer kurzen Pause, in der die bisherigen Vorträge intensiv zwischen den Teilnehmern diskutiert wurden, stellte Stefan Töpfer (Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena) erste ausgewählte Ergebnisse der Befragung von internationalen Studierenden in Thüringen in Hinblick auf Sprachfähigkeiten, Probleme im Studium, Willkommensgefühl bei Ankunft in Thüringen, sowie mögliche Bleibeabsichten vor. „Internationale Hochqualifizierte in Thüringer Unternehmen. Nachfrage, Beschäftigungsstrukturen und Unterstützungsbedarfe“ lautete der Titel der folgenden Präsentation von Lea Kvarantan Huber vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in dem Erkenntnisse aus der durchgeführten Befragung unter Thüringer Unternehmen vorgestellt wurde. Im Anschluss teilte Frau Ekaterina Maruk vom Internationalen Büro der Friedrich-Schiller-Universität Jena die bisherigen Erfahrungen aus der Praktikumsvermittlung von internationalen Studierenden mit den anwesenden Teilnehmern. 

Seinen Abschluss fand der Workshop in einer knapp einstündigen Podiumsdiskussion unter der Leitung von Joanna Pawlaczek von der Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung. In dieser diskutierten Viktoria Bashenkheaeve (internationale Studierende, Friedrich-Schiller-Universität Jena), Roman Gherman (Mitarbeiter Wahlkreisbüro Jakob von Weizsäcker), Wilfried Röpke (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH) und Dr. Wido Geis (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern über Integrationserfahrungen von Hochqualifizierten aus verschiedenen Perspektiven.

Vortragsfolien

Erkenntnisse zur Integration internationaler Studierender und Fachkräfte in Thüringen: Erste Ergebnisse aus den Teilprojekten 

  

HiTh-Auftaktworkshop 2016

Am 20. Oktober 2016 fand der Auftaktworkshop des Projekts „HiTh – Hochqualifiziert. International. Thüringen.“ in Jena statt. Das Projekt mit dem vollständigen Titel „Erschließung exogener Potenziale zur Verringerung des drohenden Fachkräftemangels in Thüringen: Zur besonderen Rolle internationaler Studierender und hochqualifizierter Arbeitskräfte“ wird seit Juni 2016 von den beiden Lehrstühlen für Wirtschaftsgeographie (Prof. Dr. Sebastian Henn) und Allgemeine Volkswirtschaftslehre/Finanzwissenschaft (Prof. Dr. Silke Übelmesser) der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) federführend durchgeführt. Es hat zum Ziel, dem für Thüringen prognostizierten Fachkräftemangel durch eine Verbesserung der Aufnahmefähigkeit Thüringer Unternehmen für internationale Studierende bzw. Absolventen und Fachkräfte langfristig entgegenzuwirken.

Auf der etwa sechsstündigen Veranstaltung sollten das Projekt bekanntgemacht und der prognostizierte Fachkräftemangel in Thüringen unter dem Aspekt der besonderen Rolle internationaler Studierender und hochqualifizierter Arbeitskräfte mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert werden. Unter den insgesamt 45 Teilnehmern des Workshops befanden sich neben zahlreichen Entscheidungsträgern aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft auch wissenschaftliche Nachwuchskräfte und Studierende.

Zu Beginn der Veranstaltung wurden zunächst die von den beiden Lehrstühlen der FSU koordinierten Teilprojekte von Stefan Töpfer (Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft) und Lea Kvarantan (Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie) vorgestellt. Im weiteren Verlauf wurden Beispiele guter Praxis für die Gestaltung des Übergangs von internationalen Fachkräften von der Hochschule in die Wirtschaft (Ekaterina Maruk) bzw. für die Rekrutierung von Fachkräften (Carsten Fröhlich) sowie die mit einer interkulturellen Belegschaft verbundenen betrieblichen Vorteile präsentiert (Peter Piehler). Nach der Kaffeepause setzte die Veranstaltung mit wissenschaftlichen Betrachtungen der Relevanz von Zuwanderern für die Thüringer Fachkräftesicherung (Prof. Dr. Lutz Schneider) bzw. zum Angebot und zur Nachfrage von internationalen Akademikern (Dr. Michaela Fuchs) und deren gesellschaftlicher Integration fort (Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt).Auftaktworkshop-HiTh

Die genannten Aspekte bildeten zugleich den Ausgangspunkt für die abschließende Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Michael Behr (Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie), Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt (Bonn), Wilfried Röpke (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH) und Nadine Keitel (Beauftragte für Kultur und Internationales im Studierendenwerk Thüringen) diskutierten etwa 45 Minuten lang die Herausforderungen zur nachhaltigen Profilierung Thüringens als attraktiven Standort für internationale Fachkräfte.